Haben Blogger ein Recht auf Anonymität?

Haben Blogger ein Recht auf Anonymität?

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Nein, Blogger haben wohl kein Anrecht auf Anonymität – Dies hat nun das oberste Englische Gericht “High Court” in London entschieden.

Die meinten Blogger veröffentlichen Ihre Beiträge unter einem Pseudonym unter nicht unter Ihrem richtigen Namen. Dieses neue Urteil dazu hat aber wahrscheinlich weitreichende Folgen, denn “Blogger” müssen in besonderen Fällen Ihren Namen nun veröffentlichen.

Es ist überhaupt erst zu dem Urteil gekommen, weil eine britischer Kriminalbeamte in seinem Blog “Nightjack” schonungslos über die polizeilichen Alltag in London berichtet hat und dabei auch über konkrete Fälle berichtet hat. Der Blog war derart erfolgreich, dass er in der Woche über 500.000 Besucher zählte (Anm: Das hätten wir auch gerne) image

Der Name des Inhabers des Blogs wurde daraufhin von einem Journalisten veröffentlicht. Dieser versuchte noch mit einstweiliger Verfügung dagegen anzugehen und nun kam es zu dem entsprechenden Urteil. Der Blog ist mittlerweile auch nicht mehr online und wurde vom Verfasser umgehend gelöscht.

Das Gericht hat entschieden, dass “Bloggen” eine öffentliche und nicht private Angelegenheit ist und somit kein Anrecht auf Anonymität vorherrscht.

Warten wir ab inwieweit sich dieses Urteil weiter auswirken wird. Was meint Ihr zu diesem Urteil?

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11 Comments

  1. Hi, ich halte nichts von diesem Urteil. Allerdings ist es auch nicht ok wenn irgendjemand unter einem willkürlichen Namen einfach Infos bekanntgibt, die evtl. nicht stimmen.
    Sarah

  2. Über das Urteil lässt sich eindeutig streiten, jedoch sollte man zu dem stehen was man sagt oder geschweige denn weiter verbreitet!

  3. Die ganze Blogerei ist schon widersprüchlich- man will zwar alles Mögliche von sich preisgeben, aber trotzdem anonym bleiben. Das beißt sich irgendwie! Ich bin durchaus dafür, dass sich Blogger in Ausnahmefällen outen müssen, z.B. wenn es Rückfragen gibt. Das Internet ist zwar eine Spielwiese für jedermann, aber man sollte nicht unter dem Deckmantel der Anonymität alles sagen/schreiben können!Wer blogt, muss meiner Meinung nach auch damit leben können, eventuell erkannt zu werden.

  4. Hmm, schwierige Sache — aber dann doch wieder nicht …

    Mir fällt zu dem Thema dieser Richter ein, der bei wordpress.com aus seinem Arbeitsleben bloggt. Ich habe längere Zeit mitgelesen und auch kommentiert. Seit ein paar Monaten bin ich dort aber nicht mehr anwesend. Hauptgrund war die Anonymität (und natürlich war ich auf die Zugriffzahlen neidisch ;-) ).

    Es steht niemand gerade für das, was er da schreibt.

    Bei Journalisten, die Informationen aus ihnen bekannten, aber ansonsten anonymen Quellen veröffentlichen, steht immer jemand in der Verantwortung für das, was da geschrieben wird. Bei einem anonymen Blog ist das anders — weshalb ich meine, dass anonyme Blogs mit relevantem (!) Inhalt nicht ok sind.

    Da niemand entscheiden wird, was relevant ist und was nicht, geht’s nur so: Bloggen immer mit Impressum.

    -Frank

  5. hehehe – Schön mal ausgerechnet Dich dabei zu erwischen:
    ImText schreibst Du: „Der Blog war derart erfolgreich, dass er in der Woche über 500.000 Besucher zählte“
    http://www.youtube.com/watch?v=1_UyIp0nRC4

    Liebe Grüße

  6. Mit Anonymität ist im Internet ja sowieso nicht viel, siehe Facebook, StudiVZ usw.;-) Man entscheidet als Blogger ja selbst, ob man seinen Namen nennt oder eben einen Anderen. Im Blog wird man quasi unöffentlich öffentlich! Ich würde wohl nur unter einem Pseudonym schreiben um solchen Ärger wie Nightjack ihn hatte zu vermeiden!

  7. Als Blogger ist man ja schon halb berühmt durch seine Kommentare;-) Wenn das Thema dann noch super ankommt, kann das Ganze schon mal aus dem Ruder laufen wie bei Nightjack! Im Großen und Ganzen ist das aber eine recht harmlose Sache, denn die meisten Blogs sind recht spezifisch, und man entscheidet ja selbst, was man von sich preisgibt!

  8. darf den der betreiber des blog´s den blogger bloßstellen, in dem er den original namen des blogger veröffentlicht?

    jondo

  9. Bloggen ist wie Erzählen, nur spannt sich auf, wenn man Fakten, Namen nennt.
    Man denkt etwa an aktuelle Roman-Bestseller über Börse & Geld. Da wird viel erzählt, nun ohne Namen

  10. da sag ich ein klares jein :)
    wobei, wenn man das eine Will, sollte man das andere mögen und wenn ich was schreibe sollten die die es lesen auch wissen wer es schreibt um sich auch eine Meinung darüber bilden zu können was den Wahrheitsgehalt angeht

  11. Ich denke doch!
    Jeder Mensch hat ein recht auf Privatspfähre.
    Man sollte immer daran denken, das zuviel Private Dateien im Internet nicht wirklich von Vorteil für die Person(en) sein können.

    Darum bin ich der Meinung jeder sollte das zuerst für sich selber Entscheiden, was er im Internet alles von sich Preisgibt.
    Aber bei Seiten wie Jappy, Twitter, Faceboock etc. liegt die Hammschwelle bei den meisten doch schon sehr niedrig, wo man gerade da drübernachdenken sollte.

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