Entwicklungsland Schweiz

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Entwicklungsland Schweiz

„Was die Weblogs oder Blogs genannten Journale und Tagebücher im Internet betrifft, ist die Schweiz noch ein Entwicklungsland, wie ein Blick in das grösste, vor einem Jahr gestartete Verzeichnis, blog.ch, zeigt. In vielen Ländern Europas wird diese Kommunikationsplattform aktiver genutzt, in den USA ist sie längst etabliert.“

Ist im NZZ Online Beitrag: „Wissensbeschaffer im Frondienst – Fach-Blogs im Internet als neue Informationsquelle“ zu lesen.

Das Trifft mein Empfinden im Kern, aber es ist mir ein Rätsel warum das so ist. Immerhin ist die Internetverbreitung, über 70% aller Haushalte sind im Netz, deutlich höher als z.B. in Deutschland…

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13 Comments

  1. Da weiss ich leider auch nicht weiter. Bin erst seit Oktober 2004 Blogger, habe aber da schon festgestellt, dass es auch kaum oder überhaupt nicht Schweizer Anbieter für Software und Aufschaltung gibt.
    Vielleicht, weil wir langsamer reden als Deutsche???
    Thinkabout

  2. Ich hab` mir mal Anmerkungen à la „weil wir langsamer reden als Deutsche“ verkniffen, aber könnte schon sein ;) Jedesmal wenn ich etwas über die eidgenössische Mentalität abgelassen habe gab`s ein Kommentarbattle. Die Feststellung der NZZ habe ich schon öfters vertreten. aber eine richtige Diskussion innerhalb der CH-Blogosphäre ist daraus nie entstanden. Für meinen Teil bin ich mal gespannt auf die kommenden Diskussionen. Mal schauen…

  3. Man könnte nun darüber nachdenken, wie der Informationsfluss bei Herr und Frau Schweizer Internet User gestaltet ist und ob darin eine eventuelle Ursache für die (noch) verhältnismässig kleine Anzahl Blogs zu finden ist? Man redet ja zum Teil von blogstorms und instavalanches, aber der Link zur breiten Masse fehlt da oft. In den USA hat man schon seit längerem über Blogs in Zeitungen und Online-Magazinen berichtet, dies hat sicherlich zur Verbreitung beigetragen. Aber trotzdem wüsste ich ebenfalls keine Antwort warum die Schweiz gemäss NZZ gegnüber gewissen Ländern in der EU schlechter dasteht (in Sachen Blogs). Fehlende Schweizer Anbieter von Blog-Services sind aber sicherlich nur bedingt als Grund aufzuführen, deutschsprachige hingegen gibt es nicht zuwenige und überhaupt findet man genügend Anbieter in den USA, selber hosten kann schliesslich fast jeder.
    SCHWEIZER BLOGGT! Vielleicht trägt die etwas verstärkte Medienpräsenz (…) der Blogs etwas zur ‚popularisierung‘ bei?

  4. Wieso beklagen die Schweizer das mindestens einmal pro Jahr? ;)
    http://weblog.plasticthinking.org/item/2004/5/11/blogger-s-nationale-identitaet

  5. Ist ein Blog mit einer .de-Endung nun ein Deutscher oder ein Schweizer Blog?

  6. Wenn du auf den Blogshop anspielst, dann ist es so, dass wir Deutsche sind, die in der Schweiz leben und bloggen… Aber was hat das mit dem Beitrag zu tun???

  7. Seit etwa einem halben Jahr aufgeschaltet: Bürger-Herold

  8. moe, das Wort „Entwicklungsland“ wird deshalb wiederholt, weil’s so schön dramatisch klingt und die Journalisten das alle voneinander abschreiben. Wirklich darüber nachgedacht hat sicher keiner. Es spielt doch überhaupt keine Rolle, ob wir viel oder wenig Blogs haben, Blogs sind nämlich keine Lebensnotwendigkeit.

    Sasha, die Popularisierung findet tatsächlich über die Medien statt; nach jedem Medienbericht bekomme ich wieder zahlreiche Anmeldungen. Die klassischen Medien haben eindeutig einen grösseren Einfluss als die Mund-zu-Mund Propaganda der Internet-Benutzer unter sich.

    Britt, die Kriterien für die Aufnahme auf blog.ch sind hier zu finden.

  9. Nachtrag: Was ich viel mehr bedaure, ist das geringe Interesse an Diskussionen. Ich bin sicher, dass sehr viele Leute den blog.ch Blog und auch meinen privaten Blog lesen – aber nur ganz ganz wenige hinterlassen einen Kommentar!

    Und wenn ich selber in schweizer Blogs Kommentare hinterlasse, was ich doch sehr fleissig mache, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass niemand (auch der Besitzer nicht!) darauf antwortet. Das ist in den englischen, amerikanischen, und französischen Blogs ganz anders, dort wird viel mehr Wert auf eine Diskussion gelegt.

    Naja, in den letzten Monaten hat es sehr gebessert, vielleicht muss sich auch die Diskussions/Kommentar- Kultur erst noch richtig etablieren. Ich muss mich wohl auch selber an der Nase nehmen, mein privater Blog hatte ja bis vor einigen Monaten selber noch keine Kommentarfunktion.

    Und ganz lästig ist natürlich, wenn ich mich erst registrieren muss, bevor ich kommentieren darf. Da nehme ich dann die Mühe auf mich, wühle mich durch das neugierige Anmeldeformular, versuche mir eine weitere Username/Passwort – Kombination zu merken, hinterlasse einen Kommentar – und was bekomm ich dafür? Gar nichts. Keine Antwort, nichts. Das ist dann wirklich nervig. Aber eigentlich gehört das gar nicht hierher :-).

  10. Die Zurückhaltung bei Diskussionen ist mir auch aufgefallen…

    san

  11. ein schweizer blog-anbieter ist z. b. kaywa (http://www.kaywa.ch) mit einem ziemlich ausgefeilten angebot, das auch übers mobile funktioniert (lesen und schreiben). meines wissens übrigens nicht der einzige.

  12. Wie war die Frage?

    Sind wir ein Entwicklungsland, Blogs betreffend?
    Oder sind wir ein Land welches die Sprache entwickeln sollte, um interessante Blogs publizieren zu können?

    Talente gibt es genug in unserem Land.
    Das Hochdeutsch fehlt in unseren Schulen.

    Ich bin gespannt auf die Kommentare.

    Peter

  13. Diskutieren tu ich eigentlich gerne, bin bisher noch nie so sehr in blogs hängen geblieben.
    Sicherlich gibt es bei uns in Deutschland ein größeres Angebot, denke das liegt auch an der Bevölkerungsgröße, (82 millionen Einwohner, plus ausländer, mehr als 10 millionen)…
    Soweit ich bisher mitbekommen habe, ist die schweiz technich sehr gut ausgestattet, woran es liegt, kann ich mir auch nicht erklären.
    Vielleicht ein gemeinsames phänomen mit den Micronationen, (ob deutsche oder schweizer usw), dort gibt es auch immer wieder kehrende sommerflauten, ausser zur ferien-zeit…
    Wenn man Scharping zuhörte, (ehem Verteidigungsminister), konnte man einen kaffeeklatsch abhalten, bis zum nächsten Wort, was er rausbrachte
    Ich glaube es gibt kein unterschied,ausser in dem Fall, das der deutsche langsamer als der deutsche und schweizer ist. ;)
    Naja die Qualität der deutschen, (unserer), Politiker läßt eh zu wünschen übrig, obs sprachlicher Natur ist oder die Qualität des Hirnes.
    Dabei spielt es keine rolle ob dieser aus dem Osten, Westen, Süden oder Norden stammt oder in welcher Partei sie sind.
    Naja soviel dazu. ;)

    Gruß vom eidgenössischem deutschen :)

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